Immer mehr Studierende in Deutschland stehen vor Herausforderungen beim Verfassen ihrer Bachelorarbeit. Die Gründe hierfür variieren individuell. Während einige aufgrund beruflicher oder familiärer Verpflichtungen wenig Zeit für Recherche und Schreiben haben, fehlt anderen die notwendige Erfahrung im wissenschaftlichen Arbeiten. Zusätzlich kann eine unzureichende Betreuung durch Dozenten oder Universitäten die Situation erschweren.
In diesem Zusammenhang überlegen viele, ob der Einsatz von Chat GPT, einer künstlichen Intelligenz von OpenAI, eine Lösung sein könnte. Dieses Sprachmodell ist in der Lage, Texte basierend auf Nutzereingaben zu erstellen, was auf den ersten Blick eine verlockende Unterstützung darstellt. Doch die Nutzung von Chat GPT birgt erhebliche Risiken, insbesondere im akademischen Kontext.
Ein wesentlicher Nachteil ist, dass KI-generierte Texte durch sogenannte KI-Detektoren leicht identifizierbar sind. Viele Universitäten setzen solche Tools inzwischen routinemäßig ein, um maschinell erstellte Inhalte zu erkennen. Weiterhin ist Chat GPT anfällig für Plagiate, da die KI Inhalte aus vorhandenen Quellen verwendet und diese teils wörtlich übernimmt, was bei einer Plagiatsprüfung auffällt.
Zudem fehlt Chat GPT die Fähigkeit, kritisch zu denken, weshalb es häufig falsche oder nicht belegbare Aussagen produziert. Die KI kann wissenschaftliche Inhalte weder präzise analysieren noch korrekt zitieren, was fundamentale Anforderungen an akademisches Arbeiten untergräbt. Auch arbeitet Chat GPT nicht immer mit aktuellem Wissen, da es auf ältere Datenquellen angewiesen ist. Empirische Arbeiten, wie etwa Umfragen oder Interviews, kann die KI ebenfalls nicht leisten.
Angesichts dieser Defizite ist der Einsatz von Chat GPT bei der Bachelorarbeit keine empfehlenswerte Lösung. Stattdessen sollte auf bewährte Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens und gegebenenfalls auf professionelle Unterstützung gesetzt werden, um eine qualitativ hochwertige und eigenständige Arbeit zu erstellen.
Nutzung von KI?